Zum Inhalt springen
Home » Blog (DE) » Immunsystem in der Familie: Einfache Gewohnheiten, die wirken

Immunsystem in der Familie: Einfache Gewohnheiten, die wirken

Wenn man kleine Kinder hat, vor allem wenn man im Ausland lebt und keine Großeltern in der Nähe sind, kann die Erkältungs- und Grippesaison wie ein endloser Marathon wirken. Weihnachten ist gerade vorbei, die Faschingsferien stehen vor der Tür, die Koffer müssen wieder gepackt werden, Reisen, Flugzeuge, Züge, ein ständiger Wechsel der Routine … und unweigerlich wird jemand krank. Oft gleich alle.

Mein Name ist Davide. Ich bin Vater von zwei Kindern, eines zweieinhalb Jahre alt und das andere fünfeinhalb, und ich arbeite als Ernährungsberater mit Spezialisierung auf weibliche Hormone und Verdauungsprobleme. Das Thema Immunsystem liegt mir besonders am Herzen, nicht nur beruflich, sondern auch persönlich. Nach Covid hatte ich lange mit Erschöpfung, Entzündungen und einem konstanten Gefühl einer „leeren Batterie“ zu kämpfen. Diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, mich intensiv mit diesem Bereich zu beschäftigen und mich als immune-health-zentrierter Health Coach weiterzubilden.

Ich schreibe diesen Artikel nicht, um Wunder zu versprechen, sondern um zu teilen, was in unserer Familie wirklich einen Unterschied gemacht hat. In den letzten zwei Jahren waren unsere Kinder insgesamt nur einen einzigen Tag wegen Fieber zu Hause. Schnupfen und Husten? Ja, die gehören dazu. Aber keine wochenlangen Ausfälle, keine Eltern, die reihum völlig erschöpft sind.

Einer der wichtigsten Schritte war, die Idee der „Schutzglocke“ loszulassen. Wir sind so viel wie möglich draußen, das ganze Jahr über. Kälte, Wind, Übergangszeit, Schnee. Wir fahren so oft wie möglich in die Berge, gehen mit den Kindern Skifahren, fahren Fahrrad, auch wenn das Wetter nicht perfekt ist. Nicht unüberlegt, sondern bewusst: passende Kleidung, angemessene Dauer und immer mit einem guten Gespür für den Körper. Das ist das Prinzip der Mikro-Exposition: kleine, regelmäßige Reize, die das Immunsystem trainieren, statt es zu überfordern.

Ein weiterer zentraler Punkt ist eine einfache, aber konsequente Unterstützungsroutine. In den weniger sonnigen Monaten gibt es jeden Morgen Vitamin D. Nicht zufällig, denn es ist eines der wichtigsten Hormone für das Immunsystem. Dazu kommen vierteljährliche Probiotika-Kuren, sowohl für die Kinder als auch für uns Erwachsene. Der Darm ist ein zentrales Steuerungsorgan für das Immunsystem, und ihn zu vernachlässigen bedeutet, mit einem Nachteil zu starten.

Diese Grundlagen wenden wir auch bei vielen Müttern an, mit denen wir arbeiten. Meine Frau Paulina ist auf postnatales Training und Erholung nach der Schwangerschaft spezialisiert, und wir sehen jedes Jahr, wie belastend diese Zeit sein kann: Kinder oft zu Hause, unterbrochener Schlaf, Stress auf Höchstniveau. Für Familien, die im Ausland leben, ohne stabiles Unterstützungsnetz oder mit wenig Vertrauen in das lokale Gesundheitssystem, ist die Belastung oft noch größer.

Sich um das Immunsystem zu kümmern bedeutet nicht, jeden Virus zu vermeiden. Es bedeutet, Resilienz aufzubauen. Kinder, die seltener krank werden und sich schneller erholen, und Eltern, die nicht beim ersten Infekt zusammenbrechen. Es ist tägliche Arbeit, bestehend aus kleinen, konsequenten Entscheidungen und nicht aus extremen Maßnahmen.

Wenn dich dieses Thema anspricht, dann wisse: Du bist nicht allein. Sich auszutauschen und Verbindungen zwischen Familien zu schaffen, ist bereits eine sehr starke Form von Unterstützung. Und manchmal reichen ein paar einfache Gewohnheiten, die konsequent umgesetzt werden, um die Erfahrung dieser sogenannten „kritischen“ Monate komplett zu verändern.

Gesunde Ferien für euch alle,
Davide & die MammaMia Fit Familie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert